Die Geschichte
des Vierseitenhof Schanze

Hofmuseum Schanze

Die Gründung des Ortes Nentmannsdorf geht auf deutsche Kolonisten zurück. Es dürfte etwa 1200-1250 gewesen sein, als der Zustrom fränkisch-thüringischer Kolonisten sehr groß war. Das Land östlich der Elbe war 1147 vom ersten Hohenstaufenkaiser Konrad III. in einem Kreuzzug gegen die Wenden erobert worden.
Die Vierseitenhöfe dominierten in Nentmannsdorf als Wehrhöfe - Bauerngüter die vierseitig umbaut waren und sie so vor Eindringlingen schützten.

Hofmuseum Schanze Der erste im Grundbuch vermerkte Besitzer des Vierseitenhofes war 1833 Karl Gottfried Röthig, der ihn 1852 an Friedrich Wilhelm Grahl aus Friedrichswade für 10.500 Taler verkaufte. Im Jahre 1874 ging das Gut in den Besitz von Carl Friedrich Goldammer über. Der nächste Besitzer war Otto Benno Goltzsch (1853-1909), der es für 68.000 Mark erwarb. Seine Tochter Antonie Goltzsch (1881-1950), als Erbin, heiratete den Landwirt Oskar Paul Schanze, der das Gut 1905 infolge Auflassung übernahm, d.h. er hatte in die Wirtschaft eingeheiratet.
 

 So beginnt die Ära Schanze auf dem Hof.

Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor, darunter ein Junge: Herbert Schanze. Dieser vermählte sich mit Käte Walther vom Gasthof gegenüber, die nun Bäuerin auf dem Vierseitenhof wurde. Herbert Schanze verstarb am 12. Mai 1945. Seine Ehefrau Käte Schanze führte die Wirtschaft mit ihren beiden Söhnen Bernd und Klaus allein weiter. Nach ihrem Tode übernahm Bernd Schanze den Hof. Mittlerweile übernahm sein Sohn Thomas Schanze den Vierseitenhof. Die Ländereien werden gegenwärtig von der Agrargenossenschaft Nierderseidewitz bewirtschaftet.

In den Jahren 1997-2000 führten Bernd und Monika Schanze mit Hilfe der gesamten Familie eine umfangreiche Restaurierung ihres Hofes durch, der sich nun in alter Schönheit präsentiert.

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